Wirbelkörperfrakturen

Unsere Wirbelsäule besteht aus 33-35 Wirbelkörpern, die aufgrund unterschiedlicher Ursachen schwächer werden und einbrechen können. Dies bezeichnet man dann als Wirbelkörperkompressionsfraktur. Solche Frakturen kommen bei Osteoporose, Krebserkrankungen oder nach traumatischen Ereignissen häufig vor und können im Alter die Krankheitsanfälligkeit (Morbidität) und manchmal sogar die Sterberate (Mortalität) erhöhen.

Weltweit wird die Häufigkeit von Wirbelkörperfrakturen pro Jahr auf über 100 Millionen geschätzt. In Europa werden pro Jahr etwa 440.000 solcher Frakturen diagnostiziert. Die Anzahl der Neuerkrankungen liegt bei Frauen zwischen 50 und 79 Jahren bei 1,1%, bei Männern im gleichen Alter bei 0,6 %. Ein Viertel aller Wirbelkörperfrakturen treten bei Frauen nach der Menopause auf.

Ursachen

Wird der Knochen über die Jahre aufgrund von Knochenschwund immer schwächer, kann er spontan oder durch ein äußeres Trauma (z.B. Sturz) brechen oder zusammensacken. Osteoporose ist häufig für einen weitreichenden Knochenschwund verantwortlich. Aber auch andere Ursachen wie Krebs, Chemo- und Strahlentherapie, Schilddrüsen-Überfunktion oder die langfristige Einnahme von Kortikosteroiden (Kortisonbehandlung) oder übermäßiger Nikotingenuss können zu Osteoporose führen und das Frakturrisiko erhöhen.

Symptome

Wirbelkörperkompressionsfrakturen sind meist sehr schmerzhaft, können sich zunehmend verschlimmern und die Lebensqualität beträchtlich einschränken. Ein plötzlich aufgetretener oder ein chronischer, dumpfer Schmerz im Rücken können auf einen Wirbelkörperbruch hindeuten. Wenn die Rückenschmerzen über Tage hinaus anhalten, sollte ein Arzt zur Klärung der Ursachen aufgesucht werden. Erst dann kann die richtige Behandlung eingeleitet werden.

Gesundheitliche Folgen

Mehrfache Wirbelbrüche können zu Verformungen der Wirbelsäule führen und so die Körperhaltung zum Rundrücken (Kyphose) hin und die Körpergröße verändern.

Diese Verformung des Rückens kann zum Teil weitere Komplikationen nach sich ziehen, die körperlicher oder seelischer Natur sein können. Eine Behandlung des Bruches vor allem aber auch der zugrunde liegenden Erkrankung sind deshalb zwingend erforderlich.

Kyphotische Wirbelsäulenveränderung


Diagnostik

Sollten Sie unter neu aufgetretenen oder ungewöhnlichen Rückenschmerzen leiden, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Durch eine Untersuchung und ein Röntgenbild lässt sich schnell feststellen, ob ein Wirbelkörperbruch vorliegt. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto schneller können Sie richtig behandelt werden.

Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich bitte für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

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