Osteoporose

In Deutschland leiden etwa 4 - 6 Mio. Patienten unter Osteoporose, wobei 80 Prozent der Betroffenen Frauen sind.

Sowohl Frauen als auch Männer verlieren mit zunehmendem Alter an Knochenmasse. Überschreitet der Verlust von Knochensubstanz einen bestimmten Wert, so spricht man von Osteoporose. An Osteoporose Erkrankte sind einem erhöhten Risiko  von Knochenbrüchen (Frakturen) ausgesetzt. Die am häufigsten auftretenden Frakturen im Zusammenhang mit Osteoporose sind im Bereich der Wirbelsäule, der Hüfte und der Handgelenke. Bei Frauen schreitet der Abbau der Knochensubstanz aufgrund ihres geänderten Hormonspiegels nach der Menopause meist schneller voran als bei Männern. Die Anzahl von Neuerkrankungen von osteoporotisch-bedingten Frakturen, steigt vom 60. bis 90. Lebensjahr um den Faktor 20 an.

 


Ursachen

Das Skelett ist eine dynamische Struktur, das während des gesamten Lebens permanent geformt, um- und abgebaut wird. Während der Kindheit und Jugend wächst neue Knochensubstanz schneller nach, als die bereits bestehende Knochenmasse vom Körper abgebaut wird. Dieser Prozess beginnt jedoch um das 30. Lebensjahr zu kippen, wenn Knochensubstanz schneller abgebaut als neue nachgebildet wird. Dieser "Knochenschwund" ist ein natürlicher Bestandteil des Alterungsprozesses. 

Symptome

In den Anfangsstadien verläuft die Osteoporose in der Regel symptomfrei. Während des schleichenden Krankheitsverlaufs können sich jedoch Symptome im Zusammenhang mit geschwächten Knochen entwickeln. Dazu gehören:

  • Rückenschmerzen
  • Verlust von Körpergröße und eine gebeugte Körperhaltung
  • Gekrümmte obere Wirbelsäule (sogenannter Witwenbuckel)
  • Vorgewölbter Bauch
  • Muskelverspannungen
  • Knochenbrüche (Frakturen) bereits bei geringen Verletzungen/äußeren Einwirkungen, speziell im Bereich der Wirbelsäule, der Hüfte oder der Handgelenke

Folgen

Wenn die Knochen dünner und schwächer werden, werden sie anfällig für Frakturen, besonders im Bereich der Wirbelsäule, sog. Wirbelsäulenfrakturen, der Hüfte und der Handgelenke. Viele Wirbelkörperfrakturen werden nicht oder verspätet radiologisch diagnostiziert. Daher kann es bei solchen Patienten zu einem fortschreitenden Verlust ihrer physiologischen Haltung kommen, da ein oder mehrere gebrochene Wirbel nach vorne abkippen können.

Prävention

Osteoporose kann durch frühzeitig einsetzende ausgewogene Ernährung und regelmäßigen Sport verhindert werden, wobei auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D geachtet werden sollte. Vitamin D fördert den Stoffwechsel und die Einlagerung von Kalzium in die Knochen.
Da das Risiko für einen neuen Bruch (vor allem bei 60 jährigen Patientinnen) in den ersten Monaten nach einem Wirbelkörperbruch noch höher ist als in den folgenden Monaten, sollte bei der 1. Fraktur schnell gehandelt werden, um weitere Brüche so früh wie möglich zu verhindern bzw. zu verzögern.

Risikofaktoren

  • Fortgeschrittenes Alter
  • Frakturen (besonders am Unterarm-, Wirbelkörper-, Schenkelhalsfrakturen vor dem 45 Lj.) 
  • Untergewicht und/oder zierlicher Körperbau (BMI > 20)
  • Kalziumarme Ernährung und Vitamin-D-Mangel
  • Familiäre Veranlagung
  • Postmenopausaler Status
  • Essstörungen wie Bulimie oder Anorexie
  • Dauerhafte Einnahme bestimmter Medikamente (Kortikosteroide, Laxantien, Marcumar, Neuroleptika, Lithium)
  • Bewegungsmangel
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Nikotinkonsum
  • Größenverlust mehr als 4 cm
  • exzessiver Genuss von Cola, Kaffee (> 4 Tassen/Tag)
  • Krankheiten, die Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen

Frauen:

  • späte Menarche
  • frühe Menopause
  • häufig Zyklusstörungen
  • Ovarektomie vor dem 45 Lebensjahr

Männer:

  • Testosteronmangel (Hypogonadismus)
  • Östrogenmangel

Osteoporose-bedingte Wirbelkörperfrakturen sind der wichtigste einzelne Risikofaktor für weitere Frakturen und dies bedeutet für den Erkrankten eine erhebliche Einschränkung seiner körperlichen Aktivität, aber auch seiner Lebenserwartung. Da diese Frakturkaskade durch geeignete Therapie verhindert werden kann, ist gerade die Erkennung und Behandlung dieser Hoch-Risiko-Patienten wichtig.

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Die Informationen auf dieser Webseite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich bitte für Informationen zu Diagnose und Behandlung immer auch an Ihren Arzt.

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